Wetten ohne Steuer 2019

Seit 2012 gibt es eine Wettsteuer, die in Deutschland für Sportwetten anfällt. Für die Wettanbieter bedeutet das eine zusätzliche Belastung, die meist an den Kunden weitergereicht wird. Es gibt aber auch Sportwettenanbieter am Markt, die auf die Steuer ganz oder zum Teil verzichten. Worauf es beim Thema zu achten gilt und welche Wettanbieter steuerfrei genutzt werden können, wird in diesem Artikel behandelt.

Sportwettenanbieter ohne Steuer

Es gibt zwar nicht sehr viele, aber doch immerhin überhaupt Wettanbieter am Markt, die ohne Wettsteuer auskommen. Oder die zumindest die Steuer nicht an den Kunden weiterleiten. Das sind Tipico Sportwetten und Betfair. Bei diesen beiden Anbietern muss der Kunde weder darauf achten, dass sein Wetteinsatz minimiert wird, noch dass sein Gewinn kleiner ausfällt.

Tipico

Tipico Logo
Ein Wettanbieter, der seit Einführung des neuen Glücksspielvertrages auf die Wettsteuer verzichtet hat und es bis heute tut, ist Tipico. Das bedeutet für den Kunden, dass er eben auf nichts Besonderes achten muss. Die angebotenen Quoten können exakt mit dem gewünschten Wetteinsatz zum möglichen Gewinn verrechnet werden, ohne dass etwas am Einsatz oder eben dem Gewinn abgezogen wird.

Der Sportwettenanbieter aus Deutschland ist seit 2004 online und kann mit einem großen Wettangebot punkten. Über eine Million Wettkunden setzen darauf. Insofern ist die nicht an den Kunden weitergeleitete Wettsteuer nur eines der guten Argumente, die für Tipico sprechen.

Betfair

Betfair Logo
Ein weiterer Wettanbieter am Markt, der keine Wettsteuer an den Kunden weiterleitet, ist Betfair. Dabei handelt es sich eigentlich um eine Wettbörse, die aber in Deutschland auch als regulärer Sportwettenanbieter aktiv ist. Auch hier müssen Kunden eigentlich auf nichts achten, da eben an keiner Stelle eine zusätzliche Steuer zu erwarten ist. Quoten können ganz normal mit dem Einsatz zu einem Gewinn multipliziert werden, der dann auch tatsächlich anfällt.

Der aus England stammende Anbieter ist seit 2013 online und kann auf ein großes Angebot verweisen. Betfair hat einige Pluspunkte zu bieten, wozu definitiv auch die Steuerfreiheit zählt.

 

Wettanbieter zum Teil ohne Wettsteuer

Es gibt zudem auch Sportwettenanbieter, die zumindest zum Teil ihren Kunden die Möglichkeit bieten, ohne Wettsteuer zu setzen. Das kann gegebenenfalls vor allem dann interessant sein, wenn ausgerechnet diese steuerfreien Angebote im Fokus des Kunden liegen. Es kann sich also lohnen, auch bei diesen Anbietern einen Blick auf das jeweilige Angebot zu werfen.

Bet3000

Bet3000 Logo
Ein bekannter Wettanbieter, bei dem es teilweise Wetten ohne Steuern gibt, ist Bet3000. Hier ist zwar nicht das komplette Angebot steuerfrei, dafür aber alle Live Wetten. Darüber hinaus sind auch Kombiwetten, die Pre-Match abgegeben werden, ab vier Auswahlen steuerfrei. Bet3000 ist ein Wettanbieter mit Ursprung in Deutschland und Online-Präsenz seit 2009. Vor allem bei den Wettquoten ist Bet3000 häufig weit vorne im Vergleich zu finden.

Betsafe

Betsafe Logo
Auch Betsafe hat ein Wettangebot, bei dem teilweise keine Sportwetten Steuer für den Kunden anfällt. Das ist für Kombiwetten der Fall, aber auch nicht immer. Bedingung für die Steuerfreiheit ist eine Gesamtquote ab 3.00. Zudem muss jede einzelne Auswahl der Kombination die Mindestquote von 1.30 erfüllen. Insofern ist das Wetten ohne Steuer bei Betsafe nur eine kleine Option, die aber in bestimmten Fällen sehr praktisch für Gewinne sein kann. Betsafe ist ein Wettanbieter aus England, der seit 2006 online aktiv ist.

Betsson

Betsson Logo
Betsson ist ebenfalls ein Sportwettenanbieter, der unter bestimmten Bedingungen bei Kombiwetten auf die Wettsteuer verzichtet. Das gilt ab 3er Kombis, die mindestens eine Gesamtquote von 3.00 aufweisen müssen. Die einzelne Auswahl muss mindestens die Quote 1.30 erfüllen. Das macht also vor allem das Kombiwetten-Angebot von Betsson interessant. Der schwedische Buchmacher kann aber auch so mit dem normalen Wettangebot punkten. Bereits seit 2002 bietet Betsson das Online Angebot an.

Sportingbet

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Wenn es um steuerfreie Sportwetten geht, dann hat auch Sportingbet etwas zu sagen. Zwar kommt nicht das komplette Wettangebot ohne Steuern daher, dafür aber Kombiwetten. Zumindest dann, wenn sie aus mindestens 3 Auswahlen bestehen und jeder einzelne Tipp die Mindestquote 1.40 erfüllt. Für solche Wetten fallen dann keine Steuern an. Positiv bei Sportingbet ist zudem, dass sich Kunden ansonsten auch aussuchen können, ob die Steuern vom Einsatz oder vom Gewinn abgezogen werden. Der Buchmacher aus England ist schon seit 1998 im Internet vertreten.

 

Wichtige Informationen zur Sportwetten Steuer

Wie es bei Steuern so üblich ist, stoßen diese nicht immer auf große Gegenliebe. Das hängt teilweise aber auch damit zusammen, weil nicht immer ganz klar ist, worauf dieser Steuer eigentlich erhoben wird. Bei der Wettsteuer wird es zusätzlich interessant, da sie Kunden und Wettanbieter gleichermaßen trifft, wenn auch auf unterschiedlichen Wegen. Hier die wichtigsten Informationen zum Thema Wettsteuer.

Historie zur Wettsteuer in Deutschland

Die Wettsteuer in Deutschland wurde im Zuge des neuen Glücksspielvertrages 2012 eingeführt, der am 1. Juli 2012 in Kraft getreten ist. Zu dieser Zeit gab es einige Unstimmigkeiten am Markt, die dadurch behoben werden sollten. Vor allem mit der Wettsteuer sollte eine Lücke bezüglicher Grauzonen geschlossen werden.

Auch ohne offizielle Lizenzen müssen Wettanbieter seitdem Steuern zahlen und sind somit zumindest indirekt legalisiert worden. Eigentlich stand zur damaligen und folgenden Zeit sogar noch eine höhere Regulierung im Raum, die sich allerdings schnell als nicht kompatibel mit dem EU-Recht der Dienstleistungs- und Niederlassungsfreiheit entpuppte. 5% der Wetteinsätze wurde als Steuersatz festgelegt.

Rechtliches zur Sportwetten Steuer

Die Kontroversen rund um die Wettsteuer und dem Glücksspielvertrag hängen auch damit zusammen, dass Sportwettenanbieter eben nicht mehr alleine nur im Inland anbieten, sondern EU-weit geführte Unternehmen sind. Wettsteuern sind keine Erfindung der jüngsten Jahre. Beispielsweise hat es auch schon seit 1922 ein Rennwett- und Lotteriegesetz gegeben, allerdings damals eben ohne eine Europäische Union. In Deutschland herrschte zum Zeitpunkt des neuen Glücksspielvertrages ein Sportwettenmonopol. Doch das deckte sich nicht mit EU-Recht. In heutigen Zeiten ist es eben gang und gäbe, dass über das Internet Angebote über Landesgrenzen hinaus angeboten werden. Ein Anlauf, den deutschen Wettmarkt auf zwanzig Lizenzen zu beschränken, lief dann auch entsprechend fehl.

Eine erste offizielle Öffnung des Marktes kam nicht von Deutschland insgesamt, sondern von Schleswig-Holstein. Das nördlichste Bundesland hatte damit begonnen, Lizenzen zu vergeben. Rechtlich gesehen ist wichtig, dass der Glücksspielvertrag eine Sache der Länder ist, während aber die Wettsteuer auf Bundesebene verhandelt wird. Die eingeführte Steuer war nicht neu, sondern wurde lediglich angepasst bzw. neu eingeführt. Fortan spielte der Aufenthaltsort oder auch Wohnsitz des Wettenden eine Rolle bei der Besteuerung.

Steuer aus Sicht der Wettanbieter

Die Wettanbieter waren natürlich zur Einführung des neuen Glücksspielvertrages alles andere als glücklich darüber. Allerdings gilt auch zu verstehen, dass dahinter nicht alleine nur gierige Unternehmensinteressen stehen, sondern streckenweise wirtschaftliche Faktoren, die kein Buchmacher außer Acht lassen kann. Die Gewinnspannen der Wettanbieter liegen meist im Bereich von 5 bis 10%, teilweise sogar noch niedriger. Entsprechend kann sich jeder leicht ausrechnen, was für ein weiterer Einschnitt eine 5% Wettsteuer bedeutet. Insofern ist es eben keine Selbstverständlichkeit, wenn Wettanbieter darauf verzichten, die Wettsteuer auf den Kunden umzulegen bzw. erklärt es auch, warum nur wenige Buchmacher diesen Weg einschlagen.

Sportwetten Steuer aus Sicht des Kunden

Eine Sache muss klar benannt werden: Es sind nicht die Kunden, die die Wettsteuer zu zahlen haben, sondern die Wettanbieter. Insofern zahlen die Kunden eben bei keinem Modell direkt die Wettsteuer, sondern höchstens den Betrag, den der Wettanbieter dafür ansetzt. Auch Wettanbieter, die keine Wettsteuer an den Kunden weiterleiten, müssen die Wettsteuer bezahlen.

Am Ende aber läuft es meist darauf hinaus, dass der Kunde eben auch 5% zusätzlich einrechnen muss. Allerdings gibt es dafür unterschiedliche Wettmodelle. Manche Wettanbieter nehmen 5% von den Gewinnen, andere schon von den Einsätzen. Für den Kunden wird das in der Regel direkt beim Wettschein ersichtlich, der den Einsatz anzeigt und auch den potenziellen Gewinn.

Unterschiedliche Wettsteuer Modelle

Für den Kunden ist es zwar einerseits gut, dass es verschiedene Modelle gibt, teilweise aber auch undurchsichtig. Dadurch entstehen nämlich Schwierigkeiten beim Quotenvergleich. Eine lukrative Quote kann sich später als weniger sinnvoll erachten, wenn noch 5% vom Gewinn abgezogen werden. Eine schlechtere Quote könnte also besser sein, wenn der Kunde nicht noch den Betrag für die Wettsteuer aufbringen muss. Positiv ist, dass sich relativ schnell herausfinden lässt, wie die Sportwetten Steuer bei den Buchmachern berechnet wird. Dazu genügt meist ein Blick auf den Wettschein.

Unterschieden wird zwischen der 5% Wettsteuer, die auf den Wettgewinn erhoben wird und der, bei der schon vom Einsatz die 5% abgezogen werden. Es gibt auch Sportwettenanbieter, die dem Kunden die Wahl lassen oder aber die Steuer nur auf bestimmte Wettarten berechnen.

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